Händler können den Fahrzeugstatus in Echtzeit über ein dediziertes Händlerportal einsehen, das direkt mit dem Logistiksystem des Transporteurs oder Compound-Betreibers verbunden ist. Sobald ein Fahrzeug einen definierten Statuswechsel durchläuft, wird die Information automatisch aktualisiert und steht dem Händler ohne manuelle Anfrage zur Verfügung. Die folgenden Abschnitte beantworten die wichtigsten Fragen rund um Echtzeit-Tracking, Händlerzugang und die technischen Voraussetzungen für eine zuverlässige Fahrzeugverfolgung.
Welche Informationen sind über den Fahrzeugstatus in Echtzeit verfügbar?
Über ein Händlerportal mit Echtzeit-Anbindung sind in der Regel der aktuelle Standort des Fahrzeugs, der Bearbeitungsstatus innerhalb der Logistikkette, das voraussichtliche Lieferdatum sowie abgeschlossene Serviceleistungen abrufbar. Diese Informationen werden direkt aus dem Transportmanagementsystem gespeist und spiegeln den tatsächlichen Bearbeitungsstand wider.
Im Detail umfasst der abrufbare Fahrzeugstatus typischerweise folgende Informationen:
- Aktueller Aufenthaltsort des Fahrzeugs, zum Beispiel auf dem Compound, im Transport oder bereits beim Händler eingetroffen
- Abgeschlossene Serviceleistungen wie Wäsche, Betankung oder PDI (Pre-Delivery Inspection)
- Voraussichtliches Lieferdatum auf Basis der aktuellen Tourenplanung
- Schadensprotokoll, sofern bei Übernahme oder Übergabe Schäden dokumentiert wurden
- Lieferbestätigung mit Zeitstempel nach erfolgter Zustellung
Die Tiefe dieser Informationen hängt davon ab, wie vollständig das eingesetzte Logistiksystem in die Prozesse des Transporteurs und des Compound-Betreibers integriert ist. Je mehr Statuswechsel automatisch erfasst werden, desto präziser ist das Bild, das der Händler erhält.
Wie funktioniert die Echtzeit-Verfolgung von Fahrzeugen in der Logistikkette?
Die Echtzeit-Verfolgung von Fahrzeugen basiert auf einer Kombination aus Telematik, mobilen Applikationen und einem zentralen Logistiksystem. Fahrzeugbewegungen und Statuswechsel werden an verschiedenen Punkten der Lieferkette erfasst und automatisch in das System übertragen, wo sie für alle berechtigten Nutzer sichtbar werden.
Der Prozess läuft in der Praxis typischerweise so ab: Wenn ein Fahrzeug auf dem Compound ankommt, bucht der Yard-Mitarbeiter den Eingang über eine mobile App. Jede abgeschlossene Serviceleistung wird ebenfalls direkt vor Ort erfasst. Sobald das Fahrzeug auf einen Transporter verladen wird, beginnt die GPS-gestützte Verfolgung des Lkw. Der Fahrer dokumentiert die Zustellung beim Händler mit einem Foto als digitaler Liefernachweis, woraufhin der Lieferstatus automatisch aktualisiert wird.
Entscheidend für die Qualität des Echtzeit-Trackings ist die lückenlose Erfassung an jedem Übergabepunkt. Systeme, die nur an einzelnen Stellen Statusmeldungen erzeugen, liefern ein unvollständiges Bild. Eine durchgehende Datenerfassung vom Compound bis zur Händlerübergabe ist die Grundlage für verlässliche Echtzeit-Informationen.
Was ist der Unterschied zwischen einem Händlerportal und einer TMS-Ansicht?
Ein Händlerportal ist eine auf den Händler zugeschnittene Ansicht, die ausschließlich die für ihn relevanten Fahrzeuge und Lieferinformationen zeigt. Eine TMS-Ansicht (Transport Management Software) hingegen bietet dem Logistikdienstleister den vollständigen operativen Überblick über alle Aufträge, Ressourcen und Touren. Beide Zugänge greifen auf dieselbe Datenbasis zu, unterscheiden sich aber grundlegend in Umfang und Zweck.
Was der Händler im Portal sieht
Das Händlerportal zeigt dem Händler gezielt die Fahrzeuge, die für seine Niederlassung bestimmt sind. Er sieht den aktuellen Bearbeitungsstatus, das voraussichtliche Lieferdatum und eventuelle Schadensvermerke. Operative Details wie Fahrerplanung, Ressourcenauslastung oder Tourenoptimierung bleiben für den Händler unsichtbar, da sie für seine Arbeit nicht relevant sind.
Was das TMS dem Logistikdienstleister bietet
Die Transport Management Software gibt dem Disponenten einen vollständigen Überblick über alle laufenden Aufträge, die Auslastung der Fahrzeuge und Fahrer sowie die aktuelle Geo-Position jedes Lkw über die Telematik-Anbindung. Diese Ansicht ist für die operative Steuerung des gesamten Fuhrparks ausgelegt. Der Zugang ist auf autorisierte Mitarbeiter des Logistikdienstleisters beschränkt, da er sensible Planungs- und Ressourcendaten enthält.
Die klare Trennung zwischen beiden Zugängen schützt operative Geschäftsdaten des Logistikdienstleisters, während der Händler gleichzeitig die Transparenz erhält, die er für eine reibungslose Fahrzeugannahme benötigt.
Wann wird der Fahrzeugstatus automatisch aktualisiert?
Der Fahrzeugstatus wird automatisch aktualisiert, sobald ein definierter Ereignis-Trigger im Logistiksystem ausgelöst wird. Typische Auslöser sind die Ankunftsbuchung auf dem Compound, der Abschluss einer Serviceleistung, die Verladung auf einen Transporter sowie die Lieferbestätigung beim Händler. Jeder dieser Schritte erzeugt automatisch einen neuen Statuseintrag ohne manuelle Dateneingabe.
In der Praxis bedeutet das: Sobald ein Yard-Mitarbeiter eine Fahrzeugankunft über die mobile App bestätigt, ist dieser Status unmittelbar im System sichtbar. Wenn der Fahrer nach der Zustellung ein Foto des Fahrzeugs und der Lieferpapiere aufnimmt, wird der Lieferstatus in der Tourenplanung automatisch aktualisiert. Der Händler sieht diese Änderung in Echtzeit, ohne dass jemand manuell eine Meldung übermitteln muss.
Wichtig ist dabei, dass die Automatisierung nur so zuverlässig ist wie die Disziplin bei der Erfassung vor Ort. Wenn Statuswechsel konsequent über die mobilen Werkzeuge gemeldet werden, entsteht ein lückenloses Bild. Werden einzelne Schritte übersprungen oder nachträglich manuell eingetragen, entstehen Zeitverzögerungen, die die Echtzeit-Aussagekraft einschränken.
Welche Voraussetzungen braucht ein Händler für den Echtzeit-Zugriff?
Für den Echtzeit-Zugriff auf den Fahrzeugstatus benötigt ein Händler einen gültigen Zugang zum Händlerportal des Logistikdienstleisters, eine stabile Internetverbindung sowie einen aktuellen Browser oder eine kompatible App. Auf Seiten des Logistikdienstleisters muss ein System im Einsatz sein, das eine Händlerportal-Funktion mit Echtzeit-Anbindung unterstützt.
Die technischen Anforderungen auf Händlerseite sind in der Regel gering. Ein Standard-PC, Tablet oder Smartphone mit Internetzugang reicht aus. Der Zugang wird vom Logistikdienstleister eingerichtet und mit individuellen Berechtigungen versehen, sodass jeder Händler nur die Fahrzeuge sieht, die für ihn bestimmt sind.
Auf organisatorischer Seite ist es sinnvoll, einen festen Ansprechpartner im Betrieb zu benennen, der den Portalzugang verwaltet und das Team bei der Nutzung unterstützt. Wer den Überblick über eingehende Fahrzeuge systematisch nutzt, kann Annahmekapazitäten besser planen und Rückfragen an den Logistikdienstleister deutlich reduzieren.
Zusammengefasst sind die wesentlichen Voraussetzungen:
- Zugang zum Händlerportal, bereitgestellt vom Logistikdienstleister
- Internetfähiges Endgerät (PC, Tablet oder Smartphone)
- Aktueller Webbrowser oder kompatible Portal-App
- Klare interne Zuständigkeit für die Portalnutzung
- Ein Logistikpartner, dessen System Echtzeit-Statusupdates unterstützt
Wie Bauer Software den Echtzeit-Zugriff für Händler ermöglicht
eLogistics 2.0 von Bauer Software enthält ein dediziertes Händlerportal-Modul, das Händlern direkte Einsicht in den Status ihrer eingehenden Fahrzeuge gibt. Die Statusdaten werden automatisch aktualisiert, sobald relevante Ereignisse in der Logistikkette erfasst werden. Dabei greifen die verschiedenen Module von eLogistics 2.0 ineinander, sodass Statusmeldungen aus dem Yard Management, der Tourenplanung und der Fahrer-App nahtlos in die Händleransicht einfließen.
Konkret unterstützt eLogistics 2.0 Händler und Logistikdienstleister durch folgende Funktionen:
- Händlerportal: Händler sehen den aktuellen Bearbeitungsstatus und das voraussichtliche Lieferdatum ihrer Fahrzeuge, ohne den Disponenten kontaktieren zu müssen
- Truck & Trace: Über die Telematik-Anbindung ist die aktuelle Geo-Position jedes Lkw jederzeit abrufbar, was präzise Ankunftsschätzungen ermöglicht
- Driver App: Nach der Zustellung fotografiert der Fahrer das Fahrzeug und die Lieferpapiere als Proof of Delivery, der Lieferstatus wird automatisch in der Tourenplanung aktualisiert
- Yard App: Yard-Mitarbeiter buchen Fahrzeugankunft und abgeschlossene Serviceleistungen direkt vor Ort über Android oder iOS, was den Compound-Status in Echtzeit aktuell hält
- Schadensprotokoll: Schäden werden mit Fotodokumentation direkt im System erfasst und sind für alle berechtigten Parteien nachvollziehbar
Bauer Software hat eLogistics 2.0 über mehr als 35 Jahre ausschließlich für die Anforderungen der Fahrzeuglogistik entwickelt. Das Händlerportal ist dabei kein nachträglich hinzugefügtes Feature, sondern ein integraler Bestandteil der Plattform, der die letzte Stufe der Lieferkette mit dem gesamten Logistikprozess verbindet. Wenn Sie erfahren möchten, wie eLogistics 2.0 in Ihrer Operation eingesetzt werden kann, nehmen Sie Kontakt mit dem Team von Bauer Software auf. Wir stehen Ihnen von Montag bis Freitag, 08:00 bis 17:00 Uhr, für ein Gespräch zur Verfügung.
